Eine Ode an die Vulva – Teil 1

by Elisa
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Vulva – allein dieses Wort zu schreiben, geschweige denn in der Öffentlichkeit auszusprechen, ist für viele eine schier unüberwindbare Hürde, löst Schamesröte und niederschlagende Augen aus. Das betrifft nicht nur die Vulva selbst, sondern auch alles, was mit ihr verbunden ist. Von Menstruation über Ausfluss, Intimbehaarung oder weibliche Masturbation – alles sind Tabuthemen und werden – ganz im Vergleich zum männlichen Pendant – gebrandmarkt und als nicht salonfähig abgestempelt. Auch ich war davon betroffen. Doch zum Glück gibt es ein Medikament, das dagegen hilft: Selbstliebe. Und so bin auch ich auf dem Weg der Besserung.

Ein weiterer Bestandteil in diesem Prozess startet mit dem heutigen Beitrag. Ich will mich vielen Blogger*innen und Instagramer*innen anschließen und dieses Thema in die Welt hinausschreiben. Denn man kann es nicht oft genug tun. Ich möchte es thematisieren, mit Inhalt füllen und mit Klischees und Missverständnissen aufräumen, um vielleicht einen klitzekleinen Beitrag zu leisten, die Vulva, das weibliche Geschlecht und die Weiblichkeit aus dem Schlamm zu ziehen und alles was damit zusammenhängt ins Rampenlicht zu stellen. Es zu emanzipieren. Selbstbewusstsein zu schaffen. Auch für mich selbst. Heute soll es um die Vulva gehen und dabei mit dem ersten Missverständnis aufgeräumt werden: Die Vagina, von der so oft gesprochen wird und die als DAS Wichtigste interpretiert wird, wenn es um weibliche Sexualität geht, ist lediglich all das, was innerhalb des sichtbaren äußeren Bereichs des weiblichen Geschlechtsorgans liegt. Alles, was außerhalb sichtbar und damit mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger für die sexuelle Stimulation ist, bezeichnet man als Vulva. Zu ihr gehören der Venushügel, die Vulvalippen(innere und äußere) und die Klitoris. Mithilfe des ersten Beitrags will ich Dich wenigstens optisch mit ihr vertraut machen. Auch Dich als Frau. Du meinst Du kennst Deine Vulva? Was wäre, wenn Du sie verlieren würdest? Könntest Du sie im Fundbüro wirklich wiedererkennen? (Eine Frage, die die Sexualtherapeutin und Gynäkologin Karoline Bischof ihren Patientinnen stellt).

Meine Vorstellrunde beginne ich natürlich wie immer mit Hilfe meiner unverzichtbaren Begleiterin – der Natur. Wie gewohnt bestätigt sich, dass Du alles in ihr finden kannst, wenn Du nur die Augen offen hältst. Darum gibt es als ersten Baustein in meiner geplanten Vulva-Huldigungs-Reihe heute erstmal nur ein paar Fotos. Die vertraut machen, vielleicht zum Schmunzeln anregen und die Schönheit und vor allem Natürlichkeit der Vulva näher bringen sollen. Dafür habe ich mit meiner besten Freundin die Wälder, Wiesen, Täler und Höhen unsicher gemacht und sie gesucht. Und wir wurden schnell fündig. Ein unwahrscheinlicher Formenreichtum liegt in der Natur, so wie in jeder einzelnen Frau selbst. Und jede für sich ist wunderschön wie sie ist.

© Elisa Hanusch

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